Antrag zum „Tätigkeitsbericht 2013 des Umweltamtes V0102/14“

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

in einem kürzlich im Bayer. Rundfunk zu hörenden Bericht verwies der Leiter der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Ebersberg auf eine mangelhafte Pflege von Ausgleichsflächen, etwa 40-50% dieser Flächen in seinem Zuständigkeitsbereich seien degeneriert. Vom Informationsaustausch mit Kollegen wisse er, dass dieses Problem nicht nur auf Ebersberg zuträfe, sondern auch andernorts in ähnlicher Form vorliege. Es fehle ganz allgemein an einer ausreichenden fachlichen Qualitäts- und Erfolgskontrolle, zumal Flächen nicht immer zeitnah und oftmals weitab von der vorliegenden Baumaßnahme angelegt werden.

Der Tätigkeitsbericht unseres Umweltamtes verweist mittlerweile auf 250 Einzelflächen mit einer Gesamtfläche von 152 ha – Tendenz mit Sicherheit weiter ansteigend. Wir finden es deshalb notwendig, sowohl für Ausgleichsflächen als auch für den Flächenverbrauch ganz allgemein für mehr Transparenz zu sorgen. Daher stellen wir hiermit folgenden Antrag:

Die Stadt Ingolstadt baut ein öffentlich zugängliches Ausgleichsflächenkataster auf. Dieses Kataster soll einen Überblick über die gebundenen Flurstücke und Maßnahmen bieten, je Fläche die fachlichen Ziele und das Pflegekonzept mit ausweisen und zudem die Umsetzung der Pflege dokumentieren. Auch ist ein regelmäßiges Monitoring mit vorzusehen, um die Qualität der Ausgleichsflächen auf Dauer zu sichern.

Die Stadt Ingolstadt erstellt in regelmäßigen (zweijährigen) Abständen eine Flächenbilanz, aus der dann u.a. neben Siedlungs-, Verkehrs- und landwirtschaftlich genutzter Fläche auch die Entwicklung des Bestandes an Ausgleichsflächen ablesbar ist.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Vosswinkel,            Franz Hofmaier,
ödp-Stadträtin             ödp-Stadtrat


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