Begrenzung des Flächenverbrauches durch Baulückenmobilisierung

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die zuletzt im Rahmen des Verkehrsentwicklungsprogrammes genannten Prognosen zur Entwicklung von Einwohnerzahl und Arbeitsplätzen in Ingolstadt gehen von einem weiteren kräftigen Wachstum unserer Stadt bis 2025 aus.

Nicht nur der Verkehr, auch ein zunehmender Siedlungsdruck wird uns damit zunehmend beschäftigen, dem die Stadt Ingolstadt aus unserer Sicht aktiv begegnen sollte. Wir stellen deshalb hiermit den Antrag, innerstädtische Flächenpotentiale wie unbebaute Grundstücke sowie nur geringfügig genutzte Grundstücke in Bezug auf Fläche und Höhe zu identifizieren, in einem Baulückenkataster zu verwalten und nach Möglichkeit zu aktivieren.

Wesentlich für eine solche aktive Innenentwicklung ist dabei eine gezielte Ansprache von Eigentümern, um deren Zielvorstellungen in Erfahrung zu bringen und eine mögliche Bau- und/oder Verkaufsbereitschaft auszuloten.

Denkbar wäre dadurch der Aufbau einer internetgestützten Baulückenbörse für Eigentümer und Bauinteressenten mit Kontaktherstellung über die Stadtverwaltung.

Sicherlich ist eine aktive Innenentwicklung der Stadt aufwändig und personalintensiv, doch verweisen Städte, die diesen Weg bereits beschritten haben, auf verbesserte Auslastungen der vorhandenen Infrastruktur, spürbar verminderten Siedlungsdruck in den Außenbereichen und auf Impulse, die auch zu mehr Planungssicherheit für die Stadt selber führten.

Bauland ist ein knappes Gut, das effizient genutzt werden sollte. Eine Baulückenmobilisierung kann ein wertvoller Beitrag sein, um unseren enormen Flächenverbrauch wirkungsvoll zu begrenzen.
Mit freundlichen Grüßen   

Simone Vosswinkel,            Franz Hofmaier,
ödp-Stadträtin             ödp-Stadtrat


Zurück

Die ÖDP Ingolstadt verwendet Cookies, um diese Website Ihren Bedürfnissen anzupassen. Zu den Cookie-Nutzungsbestimmungen