Hochspannungs-Stromtrasse "Gleichstrompassage Süd-Ost"

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

derzeit laufen Planungen für eine neue Hochspannungs-Stromtrasse „Gleichstrompassage Süd-Ost“, die von Bad Lauchstädt aus dem Raum Halle in Sachsen-Anhalt bis nach Meitingen in die Region Augsburg führen soll. Noch werden verschiedene Planungskorridore geprüft, um zu einer endgültigen Trassenführung zu kommen. Je nach Trassenführung könnten dabei bis zu 28 bayerische Landkreise, aber auch die Stadt Ingolstadt im Norden bzw. auch im Nordwesten mitbetroffen sein.

Dieses mit 1 Milliarde Euro Kosten taxierte Projekt für eine 450 km lange zusätzliche Stromleitung soll bis 2022 fertiggestellt sein. Es widerspricht Anforderungen an eine dezentralere, zunehmend auf erneuerbare Energien ausgerichteten Stromerzeugung, flankiert von intelligenten Netzen, neuen Speichertechnologien und einem optimierten Erzeugungsmanagement. Hinzu kommt, dass in der derzeitigen Diskussion um die Energiewende  Verbrauchsreduzierungen vor allem durch Energieeinsparung und Energieeffizienz vollends ausgeblendet werden. Wo indes neue Starkstrom-Fernleitungen absolut unumgänglich sind, sollten Eingriffe in Natur und Landschaft sowie zusätzliche elektromagnetische Felder u.a. durch vorrangige Nutzung von Erdkabeln minimiert werden.

Wir möchten sie um Information bitten, inwieweit bislang die Stadt Ingolstadt in Gespräche über mögliche Trassenführungen eingebunden ist bzw. ob diesbezüglich Gespräche anstehen. Gegebenenfalls bitten wir zur Information des Stadtrates um Aufnahme dieses Themas in die Tagesordnung der Stadtratssitzung am 20. Februar. Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Simone Vosswinkel,            Franz Hofmaier,
ödp-Stadträtin             ödp-Stadtrat


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