Lichtmasterplan für Ingolstadt

Antrag der ÖDP Stadtratsgruppe

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

zur Reduzierung der Lichtverschmutzung stellen wir hiermit folgenden Antrag:

1. Die Stadt und ihre Gesellschaften setzen bei der Außen- und Straßenbeleuchtung künftig, soweit wirtschaftlich vertretbar, auf dimmbare Technik, die in verkehrsarmen Zeiten grundsätzlich mit geringer Beleuchtungsintensität arbeitet und über Zeitschaltung oder Bewegungsmelder gesteuert wird.

2. Gleiches gilt für zeitweise oder generell nur wenig frequentierte Gänge und Flure in Gebäuden der Stadt und ihrer Gesellschaften.

3. Es ist zu prüfen, ob rechtlich ein Verbot von privater und gewerblicher Außen-, Werbe- und Schaufensterbeleuchtung in verkehrsarmen Nachtzeiten möglich ist.

Begründung:

Ziel ist, den Ingolstädter Bürgern das Erlebnis einer Sternennacht zu ermöglichen, Irritation von Insekten zu verringern, die Lichtverschmutzung generell einzudämmen und Kosten zu sparen.

Vor allem Dimmen und Abschalten von unnötigen Lichtquellen spart Kosten und reduziert die Lichtverschmutzung.

Lichtverschmutzung und Stromverbrauch können durch dimmbare Außen- und Straßenbeleuchtung deutlich gesenkt werden. Die Technik ist laut Hinweisen im Internet sowohl für LED-Leuchtmittel als auch für andere Techniken verfügbar und führt auch bei ohnehin bereits energiesparenden Lampentechniken nochmals zu Stromeinsparungen von bis zu 67%.

Ein Einsatz in der Gebäudebeleuchtung von zeitweise oder generell nur wenig frequentierten Gängen und Fluren sowie in der Außenbeleuchtung der von der Stadt und ihren Gesellschaften genutzten Liegenschaften erfolgt bisher diesbezüglich ebenfalls offenbar wenig.

Somit dürften durch dimmbare Technik noch erhebliche Energieeinsparpotentiale bestehen, die im wirtschaftlich vertretbaren Rahmen genutzt werden sollten.

Unnötige Beleuchtung im privaten und gewerblichen Umfeld stellt ebenfalls einen hohen Anteil der vermeidbaren Lichtverschmutzung dar.

Auffällig sind hier besonders Werbe- und Schaufensterbeleuchtungen, die die ganze Nacht hindurch eingeschalten sind. Besonders in Zeiten, die deutlich nach Ende der Außengastronomie liegen, ist in der Innenstadt kein erkennbarer Nutzen durch diese Beleuchtung gegeben. Deshalb soll geprüft werden, ob unnötige Beleuchtung in Ingolstadt verboten werden kann.

Mit freundlichen Grüßen

 

gez. Thomas Thöne gez. Raimund Köstler

ÖDP-Stadtrat             ÖDP-Stadtrat


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