Wirtschaft und Stadtentwicklung

Die Kommunen müssen mit begrenzten Mitteln eine sehr gezielte, arbeitsplatzfördernde und umweltgerechte Wirt­schaftspolitik betreiben. Die Vergabe von Wirtschaftsförderungsmitteln muss sich an diesen beiden Zielen orientieren.

Jeder Arbeitsplatz, der wohnortnah eingerichtet werden kann, ist ein Beitrag zu weniger Verkehr und bringt mehr Zeit für Familie, Vereinswesen und Freizeit. Jede wohnortnahe Erholungs- und Freizeiteinrichtung ist ein Beitrag zur Lebens­qualität. Die bedenkenlose Ausweisung von neuen Gewerbegebieten am Stadtrand für flächenverzehrende Großmärkte lehnen wir ab.

Der Verödung der Innenstadt und dem Ruin vieler mittelständischer Fachanbieter in der Innenstadt muss durch eine gezielte Förderung des Mittelstands begegnet werden.

Die ÖDP tritt dafür ein, dass in besonders strittigen Fragen von allgemeinem Interesse ein Bürgerentscheid durch Beschluss des Stadtrates durchgeführt wird. Dadurch entfällt die Unterschriftenhürde für die Beantragung des Bürgerentscheides.

  • Abhängigkeit von Automobilindustrie verringern durch besondere Anreize für Unternehmen außerhalb des Automotive-Bereichs
  • Langfristige Perspektive für mittelständische High-Tech-Firmen durch Umstieg auf regenerative Energien bis 2034
  • Aufbau eines „Effizienz-Clusters“ in der Region durch Firmen, Hochschulen und Handwerk
  • Ansiedelung von neuen Firmen nur innerhalb bestehender Gewerbeflächen
  • Ausbau des Hochschulstandorts, mehr Studiengänge jenseits des technisch-ökonomischen Bereichs (Kunst, Musik, Design, Ökologie)

Maßnahmen zur Stadtplanung:

  • Effizientes Flächenmanagement samt Erstellung einer jährlichen Flächenverbrauchsbilanz zur Kontrolle
  • Verkehrsvermeidung durch dezentrale Strukturen in allen Bereichen (vgl. Piazza-Konzept)
  • Qualität am Bau statt oberflächliche Kosteneffizienz
  • flächensparende Parkplätze - z. B. für Supermarkte nur noch doppelstöckig
  • Absiedlung der TBI

Maßnahmen zur Stadtplanung speziell für unsere Innenstadt:

  • Erstellung  eines Gesamtkonzeptes („Innenstadtkonzept“) als Fortführung der  Bürgerkonferenzen 2001 "Visionen für Ingolstadt", anhand dessen wir  Perspektiven für unsere Innenstadt in den nächsten 10-15 Jahren schaffen  wollen.
  • Kein Kongresshotel am derzeit geplanten Standort in der derzeit bestehenden Planung. Wir würden damit wichtige Erweiterungsflächen für das Kongresszentrum oder die TH verschwenden. Um das Stadtbild nicht zu beeinträchtigen ist eine zurückhaltende Planung sinnvoll.
  • Erweiterung der Fußgängerzone in der Innenstadt (vor allem der Theresienstraße bis zum Münster).
  • Aufwertung der herausragenden Plätze in unserer Stadt (Rathausplatz, Münsterplatz, Donaustraße, Bahnhofsplatz) zu städtischen Anziehungspunkten, die zum Flanieren und Verweilen einladen.
  • Harderstraße aus dem Dornröschenschlaf erwecken: Neugestaltung überfällig
  • Offenlegung der Schutter in der Altstadt