Pressemitteilung zum „Gewinn" im Rahmen eines 5G-Innovationswettbewerbs

Gesundheitsgefahren werden von der Stadtspitze ausgeblendet. ÖDP und BGI wenden sich gegen allzu naive Technologiegläubigkeit

 

Die Pressemeldung der Stadt Ingolstadt vom 19.12.2019 war vor Euphorie kaum zu überbieten: „Die durch 5G mögliche digitale Transformation wird alle gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und administrativen Bereiche vorantreiben und nachhaltig zur Verbesserung der Lebensqualität in Deutschland beitragen.“ Mit keinem Wort wird auf die noch nicht ausreichend erforschten Gefahren eingegangen. Dass Strahlung nachweisbar Auswirkungen auf Pflanzen, Tiere und Menschen haben kann, muss endlich in die Betrachtung mit einbezogen werden. Gerade bei den neuen Frequenzen von 5G fehlt jegliche Unbedenklichkeitsbescheinigung. 

Der Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur Andreas Scheuer wird mit folgenden Worten zitiert: „Ob Verkehr und Logistik, Medizin, Forst- und Landwirtschaft oder in vielen anderen Bereichen - die Technologie wird unser Leben nachhaltig verändern“. Leider ist Herr Scheuer nicht dafür bekannt, im Interesse der Bürger sorgsam mit Steuergeldern umzugehen. Somit ist eine am Gemeinwohl orientierte Förderung, zu dem auch die Gesundheitsvorsorge gehört, ausgerechnet von ihm nicht zu erwarten.

Und die Aussagen von Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel lassen nicht auf eine angemessene Bürgerbeteiligung bei diesem wichtigen Thema hoffen: „Ingolstadt steht als Technologiestandort Innovationen offen und aufgeschlossen gegenüber. ... Die Einbindung und aktive Information der Bevölkerung ist wie bei allen Innovationen auch bei 5G von zentraler Bedeutung“. Das hierbei ernsthaft über Risiken geredet werden soll, ist nicht zu erwarten. Denn ein Schutz vor unnötiger Strahlenbelastung ist schon in der Digitalisierungsstrategie der Stadt Ingolstadt wohlweislich auf den „normalen gesetzlichen Rahmen“ reduziert worden. 

Der Bevölkerung ist kaum bekannt, dass die gesamte Innenstadt und der gesamte Norden der Stadt flächendeckend mit Sendeanlagen ausgebaut werden soll, die im Bedarfsfall auch an Laternen- und Ampelmasten befestigt werden könnten. Daher fordern BGI und ÖDP eine deutlich bessere Einbindung und Information der Bevölkerung beim Ausbau dieser neuen Mobilfunk-Technologie im Stadtgebiet.

Die Petition finden Sie hier: https://www.openpetition.de/petition/online/kein-versuchkaninchen-ingolstadt-zurueckstellen-5g-testfeld-fuer-ingolstadt


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