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Aufbau einer Infrastruktur für Elektromobilität

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir bitten mit diesem Antrag um Prüfung, wie der Aufbau einer Infrastruktur für Elektromobilität in Ingolstadt vonstatten gehen könnte.

Zur Erläuterung unseres Antrages:

Die Bundesregierung hat im Rahmen des zweiten Konjunkturpaketes die Förderung der Elektromobilität zu einem absoluten Schwerpunkt gemacht. Auch andere Länder sowohl im EU-Raum (z.B. Frankreich und Großbritannien) wie auch weltweit (vor allem China) sehen den Elektroantrieb als bedeutende Zukunftstechnologie und unterstützen eine Markteinführung durch massive staatliche Fördermaßnahmen.

Elektromobilität stellt zwar nur einen Baustein dar auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Mobilität, doch hilft sie grundsätzlich, die Importabhängigkeit von der endlichen Ressource Erdöl nach und nach zu reduzieren, Lärm- und Schadstoff-Emissionen in den Städten zu senken sowie je nach eingesetztem Energie-Mix einen Beitrag zur CO 2 -Reduzierung zu leisten.

Ulrich Kasparick, Staatssekretär im Verkehrsministerium, hat kürzlich eine Million Elektroautos bis 2020 als machbar bezeichnet, dabei aber auf die große Herausforderung für Stadtplaner verwiesen, die Infrastrukturen für öffentliche Ladestationen aufbauen müssten.

Deutschlands Autobauer und Energieunternehmen haben sich nun im April 2009 auf einheitliche Stecker für elektrisch angetriebene Fahrzeuge geeinigt und damit einen wichtigen Schritt hin zu Investitions- und Planungssicherheit getan. In der Folge werden nun öffentliche Strom-Ladestationen für elektrische Autos und Roller geplant, erste Stationen sogar schon in Betrieb genommen.

Bereits erhältlich am Markt sind Elektroroller und Elektroleichtfahrzeuge (z.B. TWIKE, City-EL), aber auch der erste Kleintransporter des innovativen Herstellers EcoCraft Automotive in Wunstorf bei Hannover, der hierfür noch im Juli 2009 im Rahmen der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ ausgezeichnet wird. Bei PKWs wollen erste Hersteller ab 2011 leistungsstarke, bedienungsfreundliche und erschwingliche Elektrofahrzeuge und Plug-In-Hybride am Markt anbieten. Auch die Bereitstellung einer entsprechenden und leistungsfähigen Infrastruktur stellt sicherlich eine längerfristige Aufgabe dar, weshalb sich Kommunen ab sofort mit dieser Thematik beschäftigen sollten.

Jedenfalls sollte Ingolstadt nicht hinter Städten wie München oder Regensburg zurückbleiben und spätestens ab 2011 die ersten öffentlichen Ladestationen anbieten können. Für den weiteren Ausbau blicken wir – ähnlich wie der Stromkonzern RWE in Berlin und anderen Großstädten - primär auf unsere ohnehin zur Sanierung anstehenden Tiefgaragen, in denen zumindest technische Voraussetzungen für einen raschen und bedarfsorientierten Aufbau mit „Stromtankstellen“ geschaffen werden sollten.

In diese Richtung denkt übrigens auch Bayerns Umweltminister Dr. Markus Söder, der Pilotversuche mit Ladestationen an zentralen Parkplätzen angekündigt hat.

Mit freundlichen Grüßen
Franz Hofmaier
ödp-Stadtrat     Simone Vosswinkel
ödp-Stadträtin