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Landesgartenschau 2020 für den zweiten Grünring nach Ingolstadt holen

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

die dynamische Entwicklung des Nordwestens der Stadt Ingolstadt wird gerade derzeit am Bau des GVZ II, aber auch an der Ausweisung weiterer Einzelhandelsflächen am Westpark, der Verlegung der Gaimersheimer Straße sowie des demnächst anstehenden Baues zweier großer Verkehrskreisel sichtbar. Diese großen Eingriffe in die Landschaft erfordern auch eine entsprechende Aufwertung städtischen Grüns, vor allem des zweiten Grünrings, um diesem weiterhin entsprechend Raum zu bieten, vor allem aber auch um einen hochwertigen Erhalt seiner vorgesehenen Funktionen vom Luftaustausch bis hin zum Erholungsraum zu ermöglichen.

Um einer solchen Entwicklung auf mittlere Sicht ebenfalls eine entsprechende Dynamik zu verleihen bietet sich eine Bewerbung der Stadt Ingolstadt um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2020 an, die wir hiermit beantragen.

Ingolstadt wäre damit nach Neu-Ulm und Würzburg die dritte Stadt Bayerns, die zum zweiten Mal eine Landesgartenschau ausrichtet.

Zu erreichende Ziele sollten dabei sein:

  • Ausbau der regionalen Grünzüge im Nordwesten
  • Vernetzungen im zweiten Grünring (einzubeziehender Fort Haslang Park und Pius-Park)
  • Zusammenhängende Erholungslandschaft zwischen Schutter und Augraben
  • Einbindung der vielfältigen Kulturen des angrenzenden Piusviertels
  • Vernetzung der anliegenden Stadtteile über angrenzendes Grün mit kreuzungsfreien Fuß- und Radwegen

Da die Hauptverkehrswege im Nordwesten bereits heute für erhebliche Zerschneidungs-Effekte sorgen, muss künftig für den Erhalt attraktiver Wohnlagen ohnehin ein Hauptaugenmerk auf großzügige, überschaubare und unbeschwerliche Fuß- und Radwegeverbindungen gerichtet werden.

Für die Verkehrsanbindung einer Landesgartenschau selber wäre sicherlich u.a. auch ein Blick auf die nächste Landesgartenschau 2012 in Bamberg von Interesse, wo Bus-Shuttle, Leihfahrräder und Miet-Segways angedacht sind. Im übrigen sei daran erinnert, dass sich bei der Landesgartenschau 2004 in Wolfsburg zwischen Aller- und Schlosspark der Volkswagen-Konzern als Nachbar in vielfältiger Form eingebracht hat, u.a. mit einem KinderCamp und mit einem „Bähnle“, einem von einem Golf gezogenen Gespann für 32 Personen, das noch heute in Wolfsburg für Stadtrundfahrten gebucht werden kann.

Zu prüfen wäre in diesem Zusammenhang ferner eine Öffnung der Bahntrasse ins GVZ für Besucherzüge gerade an besuchsstarken Sonntagen. 

Mit freundlichen Grüßen

Simone Vosswinkel,            Franz Hofmaier,

ödp-Stadträtin             ödp-Stadtrat