Raimund Köstler - Oberbürgermeisterkandidat 2020

Wer ich bin

Ich bin 56 Jahre alt und lebe seit 27 Jahren mit einer gebürtigen Oberhaunstädterin zusammen. Geboren bin ich in Reichertshofen und aufgewachsen in Ingolstadt im Pius-Viertel. Nach dem Studium in Regensburg wohnte ich in der Altstadt von Ingolstadt, bevor ich 1995 nach Oberhaunstadt gezogen bin. 

Meiner mathematischen Begabung geschuldet, habe ich an der Fachhochschule Regensburg Informatik studiert, mit Abschluss als Diplom Informatiker (FH). Danach absolvierte ich meinen Grundwehrdienst am Starnberger See. Beruflich arbeite ich als IT-Architekt bei der Audi AG. Derzeit unterrichte ich auch als Lehrbeauftragter an der TH Ingolstadt. 

2008 bin ich der ÖDP beigetreten, weil mir ökologische Themen immer wichtiger wurden. Ende 2017 rückte ich für den zurückgetretenen ÖDP Fraktionsvorsitzenden Franz Hofmaier in den Ingolstädter Stadtrat nach.

Ich bin förderndes Mitglied folgender Vereine: Landesbund für Vogelschutz, Bund Naturschutz in Bayern, GVIUS, TSV Ober- und Unterhaunstadt, FFW Ober- und Unterhaunstadt, TV 1861 Ingolstadt und dem FC 04 Ingolstadt.

Meine Werte

Toleranz, Gleichberechtigung, Demokratie, Schutz der persönlichen Freiheit und Entfaltung, Schutz von Minderheiten, Akzeptanz der Vielfalt des Menschen und Achtung von Andersdenkenden und ihrer Meinung sind für mich unveräußerliche Errungenschaften. Die Gesellschaft und ein dieser Hinsicht sehr starker Staat müssen diese Rechte jederzeit und überall gewährleisten, für Jedermann. Denn an den schwächsten Gliedern und an den so genannten Minderheiten bemisst sich, ob diese Prinzipien funktionieren.

Jeder soll nach seiner Fasson selig werden! Allerdings nur, solange er mit seinen Ansichten oder Taten niemand anderem schadet. Dies ist ein klarer Kontrapunkt zum zunehmenden Egoismus der heutigen Zeit. Von Übergriffen auf Rettungskräfte, Gaffertum, illegalen Autorennen und anderen Auswüchsen der Ich-Gesellschaft haben wir bereits zu viel. Als OB möchte ich dazu beitragen, diese Dinge auch auf dem Stadtgebiet spürbar zu reduzieren.

Ich zeige meine Verbundenheit mit den Mitmenschen in kleinen Gesten und trage sie nicht zur Schau. Unsere Gesellschaft hat viele Alltagshelden, die Großartiges leisten und dafür viel zu wenig honoriert werden. Für diese Mitmenschen habe ich einen tiefen Respekt und persönliche Dankbarkeit. Mich beeindrucken an meinen Mitmenschen Hilfsbereitschaft, Humor, Toleranz, Bildung und andere innere Werte, nicht die Größe oder Marke ihres Autos.

Europa ist wunderbar vielfältig und die EU ein fantastisches Friedensprojekt. Menschen aus vielen Nationen leben in Ingolstadt, die Welt wird immer internationaler. Im Zusammenleben ist Integration sehr wichtig. Wer zu uns kommt, weil er bei uns in Frieden leben möchte, ist herzlich willkommen. Er sollte – selbstverständlich – aber auch alles dazu beitragen, den gesellschaftlichen Frieden zu erhalten.

Tierschutz ist für mich sehr wichtig. Ich ernähre mich seit Jahren weitestgehend bio und möglichst mit regionalen Produkten, und Fleisch kommt bei mir ausschließlich bio auf den Tisch, und dies relativ selten, denn ich esse sehr gern vegetarisch. Umwelt- und Klimaschutz spielen in meinem täglichen Leben seit vielen Jahren eine selbstverständliche Rolle. Jede überflüssige Autofahrt wird vermieden, ich bin leidenschaftlicher Bahn-, Bus- und Radfahrer.

Natur- und Artenschutz sind mir ebenfalls äußerst wichtig. Wir haben bereits so viel zerstört, dass es Zeit wird, mit dem Rest an verbliebener Natur erheblich behutsamer umzugehen.

Meine Ziele

Ich will als OB Ingolstadt so lebenswert erhalten, wie es ist. Dies ist nur mit einem nicht überstarken Wachstum möglich. Und nur so kann auch eine Weiterentwicklung der Stadt in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaneutralität gelingen.

Aber um das Beste für unser Stadt zu erreichen, ist ein offener Wettbewerb verschiedener Meinungen notwendig. Respektvolle Zusammenarbeit im Stadtrat ist die Basis dafür. Fraktionszwang und Hinterzimmerpolitik wird es mit mir nicht geben. Transparenz und Offenheit sind seit dem Fall Lehmann mehr denn je geboten. Dazu gehört neben dem Livestream aus dem Stadtrat und allen Ausschüssen auch ein durchsuchbares Medienarchiv. Auch müssen alle Bevölkerungsgruppen ein Mitspracherecht erhalten. Deshalb soll für Ingolstadt ein Jugendparlament eingeführt werden. 

Der Klimawandel ist eine ernsthafte Bedrohung! Die Stadt Ingolstadt und wir alle müssen einen Beitrag dazu leisten, so schnell wie möglich klimaneutral werden. Mit dem Rückkauf der Stadtwerke muss der Ausstieg aus Atom- und Kohlestrom ermöglicht werden. 

Es ist Zeit für verantwortungsbewusste Stadtplanung! Qualitatives statt quantitatives Wachstum sowie Verbindung von Wohnen, Arbeit, Gewerbe und Landwirtschaft mit den Kriterien der Nachhaltigkeit. Zerstörung von Denkmälern darf es in Zukunft nicht mehr geben und der ungezügelte Flächenverbrauch muss gestoppt werden! Das Glacis, der 2.Grünring und alte Baumbestände sind zu erhalten. Eine Donauquerung durch, unter oder über den Auwald lehnen wir ab. Wir setzen uns für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft und die Gründung eines Landschaftspflegeverbandes ein.   

Eine verkehrsberuhigte Innenstadt erhöht die Lebensqualität der Bewohner und verbessert auch die Aufenthaltsqualität von Besuchern, Kunden und Touristen in der Innenstadt. Unser Konzept ist eine verkehrsberuhigte Innenstadt, die aber trotzdem den Bürgern keine Einschränkungen abverlangt. Die Erreichbarkeit der Innenstadt ist durch einen fahrgastfreundlich gestalteten ÖPNV zu gewährleisten. Wir möchten eine echte, authentische Verbindung der Innenstadt mit der Donau. Dazu muss die Schlosslände autofrei werden. 

7% Anteil ÖPNV am Gesamtverkehr sind kärglich wenig! Der ÖPNV muss attraktiver werden, wir fordern ein 150 Euro Jahresticket, dichtere Takte, Tangential- und Ringlinien und den Ausbau des Schienenangebots zu einer Stadt- und Regionalbahn.  Es ist jetzt Zeit, die Planungen für den Bahnhof Zuchering zu starten. Und mit Vorrangrouten wird Ingolstadt zukünftig zur „echten“ Fahrradstadt.

Investitionen in neue Technologien sind sinnvoll. Besonders in Ingolstadt kann dies neue Arbeitsplätze fördern und die Abhängigkeit zur Automobilindustrie reduzieren. Wichtig ist aber auch, die Risiken der Digitalisierung mit 5G und KI zu kennen und ernst zu nehmen. 

 

Raimund privat

Mein liebstes Hobby ist die Beobachtung von Landschaft und Natur – wenn man auf die Details achtet, ist dies unerschöpflich spannend! Und ich liebe Berge und Meer, Wald und Bäume in jeder Form. In Deutschland und Europa gibt es unglaublich viel zu entdecken. Reisen unternehme ich seit einiger Zeit gerne mit der Bahn. 

Ich spielte über 35 Jahre Volleyball beim TV 1861 Ingolstadt. Warum Volleyball? Volleyball ist ein perfektes Zusammenspiel von gut harmonierenden Spielern und sehr viel Taktik und Präzision. Die Körperlichkeit der Sportart ist kontrolliert und fair und zielt nicht darauf ab, den Gegner zu verletzen. Die Regeln sind klar, allen bekannt und werden von unparteiischen Schiedsrichtern streng überwacht.

Heute kegel ich noch in einer privaten Gruppe. Und bei schönem Wetter fahre ich alle Strecken in der Stadt mit dem alten E-Bike meines Schwiegervaters. Bei schlechtem Wetter nutze ich den Bus oder fahre mit meinem 7 Jahre alten Elektro-Smart - dem perfekten Stadtauto.

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