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Solaranlagen auf Hallendächern in den Fabrikanlagen

Sehr geehrter Herr Stadler,

die Audi AG feiert im Juli dieses Jahres mit einigem Stolz den 100. Geburtstag der Marke Audi. Mit spektakulären Veranstaltungen soll eine attraktive Festwoche begangen werden, mit der Audi vor allem auch seinen „Vorsprung durch Technik“ eindrucksvoll demonstrieren will. Eine Feier vor dem Hintergrund, dass die gesamte Automobilbranche in Anbetracht einer weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise sowie angesichts endlicher Ölreserven und dramatischer Appelle von Klimaforschern vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte steht.

Dieser Herausforderung mit großem Entwicklungsbudget in Richtung mehr Nachhaltigkeit in der Mobilität zu begegnen ist sicherlich ein unumgänglicher und existenzieller Schritt.

Dennoch sind wir der Meinung, dass es parallel dazu Audi gut zu Gesicht stehen würde, neben der Entwicklung neuer Produkte auch in den Fabrikanlagen selbst noch ein deutliches, nach außen sichtbares Zeichen zu setzen – und nach dem Vorbild von Volkswagen in Wolfsburg und Emden den Bau von Solaranlagen auf Hallendächern zu erwägen.

VW Wolfsburg hat ganz aktuell Norddeutschlands größte Solaranlage in Betrieb genommen, das zudem durch ein Contracting-Modell, bei dem Fremdfirmen Planung und Finanzierung übernommen haben, keine Investitionen erfordert und statt dessen sogar noch einen Ertragsanteil sichert. Einen ähnlichen Weg hat VW in Emden beschritten, wo Mitarbeitern Beteiligungsmöglichkeiten an entsprechenden Solaranlagen eingeräumt wurden.

Die Wolfsburger Anlage zeichnet sich neben dem Einsatz herkömmlicher Glasmodule durch die Nutzung innovativer Folienmodule aus, die deutlich leichter als konventionelle Solarmodule sind und deren flexible Bauweise auch die Belegung runder Werksdächer vereinfacht. Mit dem gewonnenen Strom können rund 740 Vier-Personen-Haushalte das ganze Jahr über versorgt werden.

Was für Landwirte auf deren Hallendächern interessant sein kann, sollte auch für Industrieunternehmen gelten: Wir möchten Sie deshalb bitten, diesbezügliche Möglichkeiten in den Audi-Werken prüfen zu lassen. Über eine – möglichst positive - Rückmeldung dazu würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Franz Hofmaier
ödp-Stadtrat     Simone Vosswinkel
ödp-Stadträtin