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Ein Gesamtkonzept für die Innenstadt

Veröffentlicht März 2013 in Ingolstadt today

Innenstädte sind seit einigen Jahrzehnten einem enormen und weiter andauernden Veränderungsprozess ausgesetzt, so auch in Ingolstadt: Viel Kaufkraft haben große Einkaufstempel an Stadträndern angezogen, Facharztpraxen aber auch andere Dienstleistungsbetriebe haben innerstädtische Standorte aufgegeben und sich nach außen orientiert.

Und so ist es überfällig, dass nun – nach vielen anderen Städten, die hier schon Schritte weiter sind – auch Ingolstadt über Strategien für eine Substanzsicherung und eine Aufwertung unserer Innenstadt nachdenkt.

Nun ist es ja nicht so, dass die hiesige Kommunalpolitik sich nicht um die Innenstadt kümmern würde: Ständig sind Projekte im Gespräch, man denke nur an eine Neumöblierung der Fußgängerzone oder das Langzeitthema Gestaltung Theresienstraße. Was allerdings fehlt ist ein schlüssiges Gesamtkonzept, in welches letztlich als Klammerfunktion alle Einzelprojekte eingebettet und zur Erzeugung von Synergieeffekten gezielt aufeinander abgestimmt werden. Sicherlich täte man sich dann auf einer solchen Basis auch mit mancher Entscheidung ein wenig leichter.

Ein Baustein auf dem Weg hin zu einem solchen Gesamtkonzept stellt sicherlich der mit der CIMA erstellte Masterplan „Aufbruch Mitte“ dar, der sich allerdings auf Maßnahmen für Immobilieneigentümer und Gewerbetreibende konzentriert und beschränkt. Nun geht es also für ein umfassendes Gesamtkonzept darum, auch alle anderen weiteren die Innenstadt betreffenden Themen mit zu betrachten und eine Gesamtperspektive für die kommenden 10 – 15 Jahre zu entwickeln: Wie wollen wir unsere Innenstadt weiter gestalten? – Wie kommen wir zu einer gesteigerten Wohn-, Lebens- und Aufenthaltsqualität? - Wie sieht es mit der Erreichbarkeit aus? – Wie beziehen wir die Bürger in ein solches langfristig angelegtes Konzept ein?

Diese Fragen werden nun am Dienstag den Planungsausschuss beschäftigen.

Ob nun als „Masterplan Altstadt“ wie von der Verwaltung vorgeschlagen oder als Innenstadtkonzept wie von der ÖDP-Stadtratsgruppe, das ist letztlich zweitrangig. Wichtig ist, dass auf Basis der vorliegenden Gedanken nun ein Konzept reift, das die Innenstadt voranbringt.

Wobei grundsätzlich noch anzumerken ist: Es ist absolut positiv, dass nun verstärkt strategische Konzepte in den Vordergrund rücken, hoffentlich nicht nur im Vorwahljahr: Der Verkehrsentwicklungsplan aus dem Jahre 1994 soll ja ebenfalls fortgeschrieben werden.

Allerdings wächst die Stadt und die zu bewältigenden Aufgaben derzeit schneller als die Kapazität der Verwaltung. Es stellt sich also auch die Frage: Können wir all die Aufgaben vor uns qualifiziert bewältigen?