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Pressemitteilung

„Kein Versuchkaninchen Ingolstadt“: Zurückstellen 5G-Testfeld für Ingolstadt

ÖDP und BGI starten Petition gegen den Ausbau des 5G-Netzes in Ingolstadt, da die Gefahren für Menschen noch nicht abschätzbar sind

Am 29. September im Historischen Sitzungssaal des Alten Rathauses in Ingolstadt: Der Oberbürgermeister sowie Vertreter von Audi und der Deutschen Telekom unterschreiben ein Memorandum. Inhalt ist die Einrichtung eines stadtweiten Testfelds für den neuen Mobilfunkstandard 5G. Der Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt kündigt bei dieser Veranstaltung folgendes an: „Die Stadt Ingolstadt steht jederzeit gerne als Testfeld und Living-Lab für neue Technologien zur Verfügung!“

Da wird manch einem Zuhörer im Sitzungssaal dann doch mulmig: Die Vorstellung, dass das gesamte Stadtgebiet ein Testfeld wird, ohne zu wissen, welche Gefahren die zu testende neue Technologie für die Menschen bedeutet, geht manchen zu weit. Die 5G-Mobiltechnologie ist das aktuelle Beispiel einer solchen Gefahr. Es gehen Strahlungen von den neuen Mobilfunkantennen aus, die die Wissenschaftler derzeit noch nicht einschätzen können

Dagegen ist aus Sicht von BGI und ÖDP nun Widerstand erforderlich. Aus diesem Grund haben die beiden Gruppierungen aus dem Stadtrat eine Online-Petition gestartet und werden in den nächsten Wochen auch Unterschriften im Stadtgebiet sammeln.

Die Petition finden Sie hier: http://www.openpetition.de/!kjylp

Franz Hofmaier, Vorsitzender des Kreisverbands der ÖDP erklärt zur Petition: „Die Bürger Ingolstadts haben einen Anspruch darauf, dass der Oberbürgermeister nicht über ihre Köpfe hinweg Technologien in unserer Stadt testen lässt, deren gesundheitlichen Auswirkungen unklar sind. Als Vertreter der Menschen in unserer Stadt ist er nicht nur für den technologischen Fortschritt zuständig, sondern auch für die Lebensbedingungen in Ingolstadt. Diese Verantwortung muss er auch beim Ausbau des Mobilfunknetzes annehmen und sich daran orientieren.“

Raimund Köstler, OB-Kandidat der ÖDP und Sprecher der ÖDP-Stadtratsgruppe ergänzt: „Immer noch weist das Bundesamt für Strahlenschutz darauf hin, dass bis heute unklar ist, welche Gefahren von den Strahlen des 5G-Mobilfunknetzes in Zukunft ausgehen. Es gibt keine rote Karte für diese Technologie, aber es gibt eben auch noch keine grüne Karte. Wir wissen nicht welche Auswirkungen diese Strahlungen haben.“


Auch Christian Lange, OB-Kandidat der BGI und BGI-Fraktionsvorsitzender sieht im Vorgehen des Oberbürgermeisters eine gefährliche Entwicklung: „Die Aussage des Oberbürgermeisters, dass er Ingolstadt gerne als Testfeld und Living-Lab für alle möglichen neuen Technologien zur Verfügung stellt, ist eine Aussage, die unser aller Interessen ignoriert. Der OB kann nicht über unsere Köpfe hinweg ohne irgendeine Bürgerbeteiligung den Weltkonzernen unsere Stadt als Testfeld zur Verfügung stellen.“

Anmerkung: Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) schreibt hierzu auf seiner Internetseite u.a.: „In einem weiteren Ausbauschritt sind für 5G auch höhere Frequenzbänder im Milli- oder Zentimeterwellenbereich vorgesehen, zum Beispiel im 26 GHz-, 40 GHz-Band oder bei bis zu 86 GHz. Zwar ist davon auszugehen, dass auch in diesen Bereichen unterhalb der bestehenden Grenzwerte keine gesundheitlichen Auswirkungen zu erwarten sind. Da für diesen Bereich bislang jedoch nur wenige Untersuchungsergebnisse vorliegen, sieht das BfS hier aber noch Forschungsbedarf. 
Quelle: http://www.bfs.de/DE/themen/emf/mobilfunk/basiswissen/5g/5g_node.html

 

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