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Tropenholz-Bänke für Ingolstadts Fußgängerzone

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

unsere Fußgängerzone soll eine neue Möblierung erhalten, erste Musterexemplare neuer Sitzbänke sind zu Testzwecken aufgestellt worden. Wir sehen dies zunächst positiv, möchten allerdings darauf hinweisen, dass es einen – wenn auch schon lange Jahre zurückliegenden - Beschluss des Stadtrates gibt, kein Tropenholz zu verwenden, soweit es Alternativen dazu gibt.

Im vorliegenden Fall handelt es sich um afrikanisches Kambala-Holz, das FSC-zertifiziert ist. Dieses FSC-Siegel funktioniert nach Aussagen von NGO-Experten für Europa einwandfrei, doch stellt es darüber hinaus keinen Garant für Legalität dar. Auch können Holzlabel nicht verhindern, dass Regenwälder durch den industriellen Tropenholzeinschlag geschädigt und die Artenvielfalt bedroht werden.

Erst vor kurzem war der Lübecker Senat mit einer Beschaffung von Tropenholz-Bänken konfrontiert. Dort war es trotz eines Zertifikates nicht möglich zurückzuverfolgen, von welcher Firma und aus welchem Einschlagsgebiet im Regenwald das Holz stammte. Nun wird auf heimische Hölzer zurückgegriffen, Eiche und Lärche sind im Gespräch.
Wir möchten deshalb darum bitten, auch in Ingolstadt auf heimische Hölzer zurückzugreifen.

Mit freundlichen Grüßen

Simone Vosswinkel,            Franz Hofmaier,
ödp-Stadträtin             ödp-Stadtrat